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Ihr Erfolgstipp

03/2005

"Nein" - eine schwerwiegende Herausforderung

 

Ihr Feierabend ist verplant. Nach Dienstschluss sind Sie zum Essen eingeladen. Das Ende des Tages naht, als plötzlich ein Arbeitskollege um Ihre Verstärkung bittet. Ihre Hilfsbereitschaft schlägt sich in 3 Stunden Arbeit nieder und Ihre Verabredung platzt. Warum fällt es manchmal so schwer einfach vier Buchstaben auszusprechen: N E I N!?

Reaktionen auf "Nein" sind erlernt. Schon in der Kindheit hat man die Erfahrung gemacht, dass ein "Nein, mache ich nicht", "Nein, ich mag keinen Spinat" zu negativen Reaktion der Eltern geführt hat. Als Erwachsener bleibt die Erinnerung zurück, dass ein "Nein" Mitmenschen enttäuscht, verärgert, verletzt und zu dessen Ablehnung führt. Als "Nein-Sager" wirkt man oft auf andere Personen herzlos und egoistisch. Menschen denken, sie entsprechen nicht den Erwartungen anderer und schrecken daher vor einem "Nein" zurück. Wer ja sagt bekommt häufiger Anerkennung, Tatsache. Aber wie viel ist sie wert?

Wie kann "Nein" gelernt werden?

  • Geben Sie sich die Erlaubnis!
    Geben Sie sich die Erlaubnis, "Nein" zu sagen. Häufig wird ein "Nein" schon im Vorhinein runtergeschluckt, weil man vor einem "Nein" zurückschreckt.
    Tipp: Identifizieren Sie die Gründe für Ihr inneres "Nein-Sagen" und überprüfen Sie diese auf Ihre Berechtigung:
    z.B.: Wenn ich "Nein" sage, ist mein Chef enttäuscht. Ihre Analyse: Es ist möglich, dass er kurzfristig verstimmt ist, ist sich aber meiner Arbeitsweise bewusst und weiß, dass ich meine Arbeiten zeitgerecht erledige.

 

  • Machen Sie es sich einfacher!
    Einem Menschen etwas abzuschlagen fällt oft schwer. Anfolgend finden Sie ein paar Tricks, wie Sie sich das Nein-Sagen leichter machen.
    Tipp:Verwenden Sie abgeschwächte Wörter für "Nein":
    "Tut mir leid, nein." "Nicht dieses mal." "Bitte akzeptiere, dass ich das nicht machen kann."Sie werden sehen, Ihre Antwort klingt nicht mehr so grob und die Antwort "Nein" wird Ihnen viel leichter über die Lippen kommen. Sie
    Verstärken Sie Ihr "Nein" zusätzlich durch Kopfschütteln und einer klaren, direkten Stimme. Halten Sie Blickkontakt und sehen Sie nicht auf den Boden. Ihre Antwort gewinnt so an Kraft und Ausdruck. Eventuell sprechen Sie im Zuge der Ablehnung auch noch den Namen des Angesprochenen aus.

 

  • Sorgen Sie für Transparenz
    Oft ist der Empfänger von der Botschaft überrascht oder fühlt sich zurückgestoßen. Indem Sie ihm Ihre Entscheidung erklären, wird Ihr Standpunkt nachvollziehbarer und Ihr Gegenüber akzeptiert Ihr "Nein".
    Tipp:
    1. Schritt: Zeigen Sie im ersten Schritt Verständnis und Mitgefühl
    z.B.: "Ich weiß, dass im Moment viel zu tun ist ..."
    2. Schritt: sagen Sie "Nein"
    z.B.: "Nein, ich kann nicht länger bleiben..."
    3. Schritt: Begründen Sie Ihre Aussage und bieten Sie Ihrem Gesprächspartner einen Kompromiss an
    z.B.: "Besprechen wir morgen, wie wir unsere Aufgaben vorausschauend besser verteilen, dann kommen wir beide pünktlich nach Hause."


Sie werden merken, dass die befürchteten negativen Reaktionen auf Ihr "Nein" nicht auftreten, sondern Sie auf Verständnis stoßen.

Unser Fazit: Mit einem "Nein" gewinnen Sie an Klarheit und Freiheit. Trainieren Sie und halten Sie sich stets die Chance offen, auch mal wieder ja zu sagen ;-)

Viel Erfolg,
Ihr Team perfact training.


Analyse
+ Was genau hab ich mit den letzten 1.500 Stunden Arbeitszeit gemacht? (welche sieben Projekte/Aufgaben fallen mir als erstes ein)
+ Welche wirklich wichtigen Dinge konnte ich in diesen 1.500 Stunden erreichen/bewegen?
+ Was genau hab ich in diesen 1.500 Stunden zum Verkauf beigetragen?
+ Was genau hab ich in den verbleibenden 1.500 Stunden für mich getan?
+ Was sind die fünf wichtigsten Erfolgserlebnisse aus 3.000 aktiven Stunden, die ich für mich selbst erreicht habe? Bin ich damit zufrieden?
+ Mit welchen Aufgaben hab ich nach ganz persönlicher Einschätzung Zeit "verloren"?

Maßnahmen
+ Was sind die wirklich wichtigen Dinge, die ich in den nächsten 100 Stunden (3 Tagen) in Angriff nehme?
+ Welche kleinen Dinge hab ich verabsäumt, die mir wichtig sind und die gar nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen?
+ Welche Arbeiten und Aufgaben werde ich unterbinden, beschleunigen oder delegieren um meiner eigentlichen Aufgabe besser nachgehen zu können?
+ Was genau unternehme ich jetzt dafür? Was werde ich jetzt ändern?

Nehmen Sie sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, jetzt haben Sie die Zeit noch! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg im zweiten Halbjahr 2001.

* (Zur Orientierung: 5 Tage/Woche, 8h/Tag = 1.000h; 5 Tage/Woche, 12h/Tag, 5 Wochenendtage = 1.500h)

(Dieser Tipp wurde aus unseren Erfahrungen im Vertriebstraining zusammengestellt.)