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Ihr Erfolgstipp

39/2004

Laufen und Gehen als Kreativitätstraining

 

So einfach wirkt die Bewegung

Gehen und Laufen in der Natur kann zu mehr genützt werden als zur Verbesserung der körperlichen Konstitution, auch die mentale Fitness kann damit gesteigert werden.

Während eines lockeren Laufs tagträumen wir, stellen uns Szenen vor, in denen wir erfolgreich Dinge tun oder führen intensive Dialoge mit uns selbst oder einem virtuellen Partner. Als Ergebnis dieser bewegenden Beschäftigung finden wir zum Beispiel Fragen, Vorschläge oder Argumentationen für das nächste Meeting mit unserem Geschäftspartner. Es können Lösungen herbeigeführt werden, für die wir am Schreibtisch vielleicht Stunden benötigt hätten.

Physiologisch verantwortlich für den Kreativitätsschub ist die erhöhte Sauerstoffversorgung des Gehirns sowie die Ausschüttung des Hormons ACTH. ACTH ist eigentlich ein Stresshormon, das unter anderem die Aufgabe hat, klares Denken und Konzentration in Stresssituationen zu ermöglichen.

Psychologisch betrachtet, üben wir uns in diesem Zustand in divergentem Denken. Statt logisch rational und gerade zu denken, schweifen unsere Gedanken. Das Denken geht in viele Richtungen, statt bei einem Thema zu verharren. Es werden Widersprüche verarbeitet und neue Lösungswege gefunden. Nicht Formeln und Begriffe dienen als Denksprache, sondern Bilder und Gefühle.

So geht's in der Praxis

Um unsere Gedanken einzustimmen und in die richtige Richtung zu lenken, setzen wir uns vor dem Lauf noch einmal mit dem Themenfeld auseinander um es möglichst tief im Bewusstsein zu verankern. Zur Nachbereitung in den folgenden Phasen gehört die Niederschrift und Bewertung der Ideen unmittelbar nachher.

Wichtig ist, dass die Strecke auf der Sie Laufen gut bekannt und verkehrsfrei ist, denn jede Ablenkung stört den Kreativitätsprozess. Auch Stoppuhr oder Pulsmessung finden bei diesem Training keine Beachtung. Hat man sich mit dem Problem intensiv beschäftigt, richtet sich das Denken irgendwann von alleine darauf. Abschweifungen dürfen und müssen sein, sie gehören zum divergenten Denken. Empfehlenswert für dieses Training ist ein Zeitrahmen von 30-60 Minuten.

Wer sich also auf ein schwieriges Meeting, eine Prüfung oder eine Präsentation vorbereitet, kann dies auch gezielt laufend oder gehend in der freien Natur tun. Viel Spaß dabei!


Analyse
+ Was genau hab ich mit den letzten 1.500 Stunden Arbeitszeit gemacht? (welche sieben Projekte/Aufgaben fallen mir als erstes ein)
+ Welche wirklich wichtigen Dinge konnte ich in diesen 1.500 Stunden erreichen/bewegen?
+ Was genau hab ich in diesen 1.500 Stunden zum Verkauf beigetragen?
+ Was genau hab ich in den verbleibenden 1.500 Stunden für mich getan?
+ Was sind die fünf wichtigsten Erfolgserlebnisse aus 3.000 aktiven Stunden, die ich für mich selbst erreicht habe? Bin ich damit zufrieden?
+ Mit welchen Aufgaben hab ich nach ganz persönlicher Einschätzung Zeit "verloren"?

Maßnahmen
+ Was sind die wirklich wichtigen Dinge, die ich in den nächsten 100 Stunden (3 Tagen) in Angriff nehme?
+ Welche kleinen Dinge hab ich verabsäumt, die mir wichtig sind und die gar nicht so viel Zeit in Anspruch nehmen?
+ Welche Arbeiten und Aufgaben werde ich unterbinden, beschleunigen oder delegieren um meiner eigentlichen Aufgabe besser nachgehen zu können?
+ Was genau unternehme ich jetzt dafür? Was werde ich jetzt ändern?

Nehmen Sie sich Zeit für die wirklich wichtigen Dinge, jetzt haben Sie die Zeit noch! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg im zweiten Halbjahr 2001.

* (Zur Orientierung: 5 Tage/Woche, 8h/Tag = 1.000h; 5 Tage/Woche, 12h/Tag, 5 Wochenendtage = 1.500h)

(Dieser Tipp wurde aus unseren Erfahrungen im Vertriebstraining zusammengestellt.)