Das Briefing, das Konzept oder das Angebot - es liegt auf dem Schreibtisch, eigentlich fertig um es den Kollegen vorzustellen, aber etwas fehlt. Die Sätze sind zu lang, die Aussagen schwammig oder die Wörter nicht treffend genug. Machen Sie sich folgende Punkte bei Ihren schriftlichen Dokumenten immer wieder bewusst. Weniger ist oft mehr.
+ Die Überschrift ist ein wesentliches Element zur Strukturierung Ihres Textes. Sie macht deutlich, was folgt und soll den Leser nicht in die Irre führen. Eine Überschrift will in erster Linie eine Aussage zur Sache machen.
+ Je einfacher die Sätze, je klarer und kürzer die Worte, umso leichter kann der Leser dem Text folgen. In stringenter Abfolge sollte ein Sachverhalt auf dem vorhergehenden aufbauen.
+ Langatmige Sätze und kompliziert zusammengesetzte Worte verschleiern. Schachtelsätze gilt es in kurze Einzelsätze aufzulösen. Für den Leser sind diese leichter erfassbar, weil sie den Sachverhalt nach und nach aufrollen.
+ Fremdwörter sollten nur verwendet werden, wenn die Leser diese verstehen.
+ Auch eine aktive, konkrete Sprache erleichtert das Lesen. Durch die Wahl eindeutiger Worte entstehen klare Bilder vor den Augen des Lesers.Sprechen Sie in Bildern. Machen Sie z.B. das Swimmingpool groß und azurblau.Vergleichen Sie sinnbildlich wie z.B.: Klar wie ein Bergsee ...
+ Kurze Worte sind starke Worte; bei langen leidet die Verständlichkeit. Kompliziert zusammengesetzte Worte verwässern.
+ Beim Einsatz aktiver Verben gilt es klar zu formulieren wer handelt und was er oder sie tut um dem Leser ein deutliches Bild der Situation zu geben.
+ Je konkreter das Hauptwort, desto konkreter ist auch das Bild, das vor dem inneren Auge des Lesers entsteht. Wer weiß zum Beispiel schon genau, dass mit "Motivationsstrukturen" schlichtweg "Gründe" gemeint sind. |