Trainings kosten viel Geld. Was bringt das Training tatsächlich? Diese Frage lässt sich bei guten Trainings nicht am Ende des Seminars beantworten, sondern erst Monate später. Bei schlechten Trainings weiss man bereits am Ende, dass es nichts gebracht hat. Für den Transfer-Erfolg spielen die Führungskräfte eine magebliche Rolle.
Ein gut organisiertes zwei-tägiges Seminar kostet je Teilnehmer ca. EUR 800 (rund 25% Trainerkosten, der Rest Reisekosten und bezahlte Arbeitszeit des Teilnehmers).
Im ersten Schritt nimmt die Art der Seminarempfehlung Einfluss auf den späteren Umsetzungserfolg. Zwischen der Aussage des Chefs "Dieses Seminar täte Ihnen sicher gut, Herr Mayer" und "Mit diesem Seminar unterstützen Sie die Entwicklung im vereinbarten Entwicklungsziel X" ist ein bedeutender Unterschied.
Es dem entsprechend schon vor dem Training wichtig für den Teilnehmer festzustellen, welche persönlichen Ziele er durch das Training besser oder leichter erreichen möchte. Genau dieses Ziel sollte auch zwischen Mitarbeiter und Führungskraft besprochen werden. Die Transferunterstützung des Trainings und vereinbarte persönliche Maßnahmen sollten im Wesentlichen an die Führungskraft berichtet werden.
Jetzt ist es an der Führungskraft, diese Veränderungen einzufordern im Sinne der vereinbarten Zielsetzung und es ist auch angesagt, dass sich in diesem Zusammenhang die Führungskraft lernt mit dem neuen Verhalten, mit der Veränderung des Mitarbeiters konstruktiv umzugehen.
Sprechen Sie als Führungskraft mit Ihrem Mitarbeiter spätest eine Woche nach dem Training und berufen Sie sich in den laufenden Monaten mindestens drei Mal auf den Transfer.
Leitfragen in diesen Gesprächen können sein:
- Welche Maßnahmen haben Sie zu Ihrer persönlichen Entwicklung festgehalten?
- Welche Hürden stehen der Umsetzung dieser Maßnahmen voraussichtlich im Weg?
- Woran merken Sie selbst und andere, dass Sie Ihrem Ziel näher kommen?
- In welchen Punkten können Sie messbare Ergebnisse erzielen?
- Was erwarten Sie von mir als Führungskraft, um Ihre Entwicklung zu unterstützen?
Die Transfergespräche kosten Zeit und Energie. Zeit, die sich rechnet, Energie, die sich nicht zuletzt auch auf die Beziehung zwischen Mitarbeiter und Führungskraft positiv auswirkt. |