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Ihr Erfolgstipp

11/2001

Führungskräfte in ihrer Aufgabe Kritik zu üben

Anerkennung für geleistete Arbeit nennen sehr viele Mitarbeiter als wichtigste Bestätigung Ihrer Arbeit; noch vor dem Gehalt! Genauso stark wie Anerkennung gewünscht wird, genauso persönlich wird negative Kritik aufgenommen: Der Angesprochene nimmt die Beziehungsbotschaft überdeutlich wahr. Wie Schulz von Thun definiert: Jede Nachricht hat vier Seiten: Sach-, Appell-, Selbstoffenbarungs- und Beziehungsaspekte. Neben dem Übermitteln einer Sachinformation will ein Gesprächspartner mit seiner Nachricht beim Gegenüber etwas bewirken. Er gibt auch bei jeder Äußerung über sich selbst Auskunft und darüber, wie er zu seinem Gegenüber steht.

Drei Tips zur Kommunikation wie sie Führungskräfte lieber vermeiden wollen (die Beispiele stammen aus unserer Coaching-Erfahrung):

  • "Sie müssen sich schon stärker engagieren, wenn Sie weiterkommen wollen" - Der Mitarbeiter fühlt sich herabgesetzt - geben Sie eine Empfehlung ab, sagen was genau Ihre Erwartung ist.
  • "Ich glaube Sie haben ein Motivationsproblem." - Das ist eine Deutung und Bewertung - gehen Sie mit der Frage bezogen auf eine Ursache an die Thematik heran.
  • "Die meisten Menschen wissen, daß man so nicht weiterkommt." - Vermeiden Sie vage und verallgemeinerte Formulierungen - formulieren Sie Ihre Meinung als Ich-Botschaft
  • "Stimmt es, daß Sie in der neuen Abteilung Schwierigkeiten haben?" - Kein Mitarbeiter hat es gerne, wenn er verhört, geprüft oder ausgequetscht wird. Begegnen Sie dem Thema durch offene Fragen, die klassischen W-Fragen (Wer, wie, was, warum, wann, ...)

Als Führungskraft haben Sie die Aufgabe, das zu sagen, was Sie wissen und was denken und Ihre Mitarbeiter sind auch durchaus interessiert daran. Nur der Ton und die Formulierung entscheiden, ob es konstruktiv ankommt.